Hessenwaldschüler erleben einen historischen Tag



Erstmals bereicherten Schülerinnen und Schüler der Zirkus AG von Katja Baader die Feier am ersten Schultag. Fotos Roland Lörzer

Weiterstadt   Einen historischen Tag erlebten die neuen Hessenwaldschüler am ersten Schultag mit - und das sogar in doppelter Hinsicht. Immerhin wird dieses Schuljahr der gebundene Ganztag für den gesamten fünften Jahrgang verwirklicht. Das heißt: Der Unterricht endet erst um 14.35 Uhr statt bislang um 13.05 Uhr. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden, die Chancengerechtigkeit wird weiter verbessert und die Eltern werden entlastet. Denn Hausaufgaben gibt es nicht mehr.

Außerdem stehen den neuen Fünftklässlern ein täglicher offener Anfang ab 7.30 Uhr und tägliche Lernzeiten von 7.55 bis 8.40 Uhr zur Verfügung. Lehrer, Sozialpädagogen, Lernbetreuer, zwei FSJ-ler und Study Buddies – besonders befähigte Zehntklässler – helfen ihnen beim Lernen, üben mit ihnen und vertiefen die Unterrichtsthemen. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, stehen das spielerische und kreative Lernen im Zentrum.

Die Sozialpädagogen der Stadt Weiterstadt und des Landkreises unterstützen das Projekt durch ein täglich wechselndes Angebot für die neuen Fünftklässler und dadurch, dass sie die Schüler betreuen, die den offenen Anfang nutzen. Das Weiterstädter Ganztagsmodell kommt bei Eltern und Schülern gut an. Zum Vergleich: Dieses Jahr meldeten sich 141 Kinder an, im vergangenen waren es noch 113.

Schulleiter Markus Bürger hieß die neuen Fünftklässler in der Kulturhalle der Hessenwaldschule herzlich willkommen, wies auf den Imagefilm auf der Homepage hin und stellte die Mitglieder der Schulleitung vor – seinen Stellvertreter Kai Darmstädter, Oberstudienrätin Miriam Eichler und den kommissarischen Stufenleiter Roland Lörzer, der für die fünften bis siebten Jahrgänge zuständig ist und die Feier zusammen mit Musiklehrer Jonas Oberle und den Klassenlehrerinnen und –lehrern der fünf fünften Klassen Bushra Bajwa, Jana Euteneuer, Arnulf Ziems, Christine Bochenek und Mehmet Mamak organisierte.

„Wir leben in einer Zeit des Wandels“, so Lörzer. Die Welt verändere sich in einem rasanten Tempo. Digitalisierung, erhöhter Leistungsdruck am Arbeitsplatz, Klimawandel, aufkeimender Nationalismus, sogar Rassismus und verzweifelte Menschen auf der Flucht seien nur ein paar Stichpunkte für diese drastischen und dramatischen Veränderungen.

„Wir wollen die Hessenwaldschüler auf diese Welt im Wandel vorbereiten, ihnen Werte vermitteln und ihnen eine gute Ausbildung als Fundament mitgeben“, so der Stufenleiter. Und weiter: „Wir wünschen uns Menschen mit weitem Blick und offenem Herzen, überzeugte Demokraten, die sich gegen alles stemmen, das dieses Land und die Welt schon einmal in einen Abgrund gestürzt hat.“

Der gebundene Ganztag biete die Möglichkeit, enger mit den Schülerinnen und Schülern zusammenzuarbeiten, sie verstärkt zu fördern und zu unterstützen und sie auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, so Lörzer.

Der kommissarische Stufenleiter kündigte an, dass der gebundene Ganztag im Schuljahr 2019/20 auf den sechsten Jahrgang ausgedehnt werden soll, wenn die notwendigen Mittel dafür zur Verfügung stehen. 

Aber nicht nur der gebundene Ganztag war neu bei der Einschulungsfeier. Erstmals präsentierten sich die Artisten der Zirkus AG, die Katja Baader leitet. Die Schülerinnen und Schüler jonglierten auf Weltkugeln, ließen die Fünftklässler und ihre Eltern in der überfüllten Kulturhalle über ihre Clownereien schmunzeln und über ihre akrobatischen Kunststücke staunen - eine eindrucksvolle Präsentation und ein weiterer Beleg dafür, dass die Hessenwaldschule eine Kulturschule ist.

Das beweisen die Schülerinnen und Schüler von Musiklehrer Jonas Oberle seit Jahren. Drei Musikstücke hatte er mit Paul Schröttlin und der 6d eingeübt. Das Publikum klatschte vor allem bei der HWS-Hymne begeistert mit.



Den Clowns fiel das Jonglieren schwer.


Musiklehrer Jonas Oberle und die 6d begeisterten das Publikum mit Freude schöner Götterfunken und der HWS-Hymne.


Führten humorvoll und mit Temperament durch das Programm - die beiden Moderatorinnen Emily und Alina.


Volles Haus in der Kulturhalle.




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